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Die Familiengeschichte und der Familienname Allnoch ist über viele Jahrhunderte eng mit Schlesien verbunden. Sehr wahrscheinlich sind die Allnochs erst im Zuge einer Siedlungsbewegung aus Südwestdeutschland bzw. letztendlich aus dem elsässischen Ort Altenach nach Schlesien eingewandert. Alle namentlich bekannten Nachfahren mit dem Namen Allnoch (zumindest ab ca. 1630) stammen aus dem Stammsitz in Schlesien:

 

  • Neuwalde - Rittermäßige Scholtisei Neuwalde

 

Die Rittermäßige Scholtisei Neuwalde lag in dem kleinen Ort Neuwalde (polnisch: Nowy Las) in Oberschlesien, nahe der polnisch-tschechischen Grenze. 

Von Bedeutung ist u.a. die Freie Erbscholtisei Beigwitz (um 1800, Anton Allnoch), deren Vorfahren ebenfalls aus Neuwalde stammen. Die Scholtisei in Neuwalde lag südlich, die Scholitsei in Beigwitz nördlich der Kreisstadt Neiße. Beide Ortschaften liegen knapp 25 km auseinander, in der Mitte die Stadt Neiße. Neiße wurde 1223 gegründet und auch als das "schlesische Rom" bezeichnet. Ein Familienzweig aus der Freien Erbscholtisei Beigwitz ist mit dem Rittergutsbesitz der Allnochs in Schmelzdorf verbunden.


Die verschiedenen Allnoch-Familienzweige

Geht man in den Zeitraum 1630 - 1700 zurück, dann kristallisieren sich derzeit drei richtungsweisende Familienzweige der Allnochs in Neuwalde heraus, ausgehend um das Jahr 1700 herum:

  • Allnoch, Georg, Scholtiseibesitzer, Neuwalde, um 1700, Scholtisei-Linie bis Verkauf d. Scholtisei, Beigwitz-und Schmelzdorf-Zweig, Allnoch Villa in Neuwalde 
  • Allnoch, Michael (geb. um 1700), Neuwalde, Neuwalde-Linie, außerhalb der Scholtisei mit Catharina Glatzel, Allnoch-Zweig bis Kriegsende in Neuwalde
  • Allnoch, Martin (geb. 15.07.1683), Neuwalde, Österreich-Linie der Allnochs (Allnoch von Edelstadt, Freiherr von Allnoch zu Edelstadt)  

Ein weiterer Familienzweig der Allnochs ist in den USA (u.a. Texas) nachweisbar. Unklar ist noch, aus welcher der Allnoch-Linien der oder die Auswanderer stammen.

 

Was ist eine Erbscholtisei?

Eine Erbscholtisei ist der schlesische Ausdruck für den Besitz und das Schulzenamt (Schultheiß), welches soviel wie Gemeindevorsteher beinhaltet. Der Schulze war demnach Inhaber eines erblichen Grundbesitzes, verbunden mit dem Amt eines Bürgermeisters und der Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit. Aus diesem Grund wurden sie auch als Erb- und Gerichtsschulzen bezeichnet. Auch in Niedersachsen und Westfalen war der Besitz als Schulzenhof genannt, in Süddeutschland als Meierhöfe und im städtischen Bereich als Vogtei.


Ahnenforschung: Woher stammt der Name und was bedeutet "Allnoch"

Der Familienname "Allnoch" ist eher selten. Bisher konnten alle Vorfahren mit dem Familiennamen "Allnoch" entweder der Scholtisei in Neuwalde oder der in Beigwitz zugeordnet werden. Die Familiengeschichte und der Stammbaum der Allnochs in Schlesien lässt sich bis etwa zum 30 jährigen Krieg (1618 - 1648) zurückverfolgen und historisch belegen.

Bedeutung des Namens Allnoch
Eine in Auftrag gegebene wissenschaftliche Analyse am Zentrum für Namensforschung in Leipzig hat ergeben, dass einiges für einen örtlichen Herkunftnamen spricht. Der Name "Allnoch" kann danach usprünglich zum einen in Südwestdeutschland entstanden und im Zuge der Siedlungsbewegung dann nach Schlesien gelangt sein, wo er dann seine äußere Form den dialektischen Gegebenheiten in Schlesien entsprechend in "Allnoch" veränderte.

Ausgangspunkt des Namens "Allnoch" ist nach dem Gutachten die ursprüngliche Form "Altenach".  Altenach ist ein elsässischer Ort, heute im französischen Departement Haut-Rhin gelegen (zwischen Basel und Belfort). Erstmals erwähnt wurde der Ort Altenach 1302, der Ursprung des Ortsnamens Altenach wird laut Wikipedia in der Bezeichnung "Alti Ach" (Alter Bach) vermutet.

Der Nachname Allnoch als Herkunftsname
Die ältesten Familiennamen gibt es erst seit dem 9. Jhd. Dabei handelt es sich um eine Erfindung der Italiener. Nachnamen sind oft Berufe (Müller, Schmidt, Fischer), Wohnstättenname, Eigenschaften von Personen, etc. Der Familienname Allnoch kann dagegen als geographischer Herkunftsname (aus einem Ort) mit der Bedeutung "der aus Altenach stammende" erklärt werden. Durch die schlesische Sprach- und Lautanpassung (typische Vokal-Verdunkelung von a nach o in Schlesien) wurde daraus der Name Allnoch. Eine frühe Namensform "Allnach" lässt sich in Schlesien (Schweidnitz) historisch nachweisen, die ähnliche Namensform "Alnach" kann bereits 1619 in Mosbach (Baden) nachgewiesen werden.


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